PNP 28.07.16: Eines ihrer Ziele: Der Kampf gegen Rechts

Veröffentlicht am 31.07.2016 in Bundespolitik

(von links:) Bärbel Kofler, Marco Keßler, Günther Knoblauch,Angelka Kölbl, Franz Kammhuber Mitte Bundestagskandidatin Annette Heidrich

Bei der Nominierung für die Bundestagswahl 2017 findet Annette Heidrich deutliche Worte zur AfD

Burgkirchen. 2013 hatte es für 14,4 Prozent gereicht, jetzt will es Annette Heidrich nochmal wissen. Seit Dienstagabend ist die Burgkirchnerin offizielle Direktkandidatin der SPD für die im kommenden Jahr stattfindende Bundestagswahl. Ohne Gegenstimme stellten sich die Delegierten der Landkreise Altötting und Mühldorf im Burgkirchner "Glashaus" hinter die 49-Jährige.

Dass sich die Sozialdemokraten trotz aller mageren Ergebnisse, die sie gegen die CSU und deren Zugpferd Stephan Mayer bei den vergangenen Wahlen eingefahren haben, nicht unterkriegen lassen wollen, zeigte am Dienstag schon die Delegiertenpräsenz. 49 von 50 waren nach Burgkirchen gekommen, um Geschlossenheit zu zeigen. 45 gaben letztlich ihren Stimmzettel ab – alle mit einem Ja für Annette Heidrich versehen.

Zuvor hatte diese kurz einen Überblick über ihre Themenschwerpunkte gegeben. Klassische SPD-Themen sind darunter, etwa der Sozial- und Familienbereich und die Stärkung von Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaften. Daneben will sich Heidrich aber auch besonders einem Thema widmen: dem Kampf gegen Rechts. Unmissverständlich ist ihre Meinung, was die AfD angeht: "Die AfD ist keine Partei, sondern eine rechtsradikale Gruppe", sagte sie unter lautstarkem Applaus und weiter: "Die gilt es zu bekämpfen. Die gefährden unsere Demokratie."

Eben die Demokratie ist es, die Annette Heidrich wieder voran bringen will. Und dazu gehört es für sie auch, die positiven Dinge bewusst anzusprechen – sei es, was die Bilanz der Großen Koalition nach drei Jahren angeht, aber auch, was die Arbeit der SPD in der Region betrifft. "Wir sind alle viel aktiv, aber wir reden nicht darüber und machen uns selbst klein. Dabei müssen wir uns nicht verstecken. Wir machen eine saugeile Arbeit", warb sie bei den Genossen für mehr Selbstbewusstsein.

Führen will die ursprünglich aus dem Ruhrgebiet stammende Mutter von vier Kinder den Wahlkampf vorwiegend über altbekannte SPD-Themenfelder, etwa die Arbeitspolitik, aus der sie am Dienstag vor allem die weitere Anhebung des Mindestlohns und eine stärkere Bekämpfung von prekären, also niedrig bezahlten Jobverhältnissen hervorhob. Auch zu den jüngsten Vorstößen aus der Wirtschaft für einen späteren Rentenbeginn äußerte sich Heidrich: "Wenn ich Vorschläge über eine Rente mit 73 höre, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln", sagte sie. Nicht nur Handwerker würden an dieser Vorgabe scheitern, "auch für eine Erzieherin ist das nie und nimmer zu schaffen".

Was die Bildungspolitik angeht, will sich Heidrich nicht nur für eine individuellere und stärker an den jeweiligen Fähigkeiten der Kinder ausgerichtete Beschulung einsetzen, sondern auch dafür, dass künftig unter anderem die Meisterschulen kostenfrei sind.

In Bezug auf die Region sprach die 49-Jährige die Energie- und Verkehrspolitik an. Es sei schlicht "beschämend", dass das Chemiedreieck immer noch nicht adäquat an den Großraum München angeschlossen sei. "Was nützt der Ausbau des Güterterminals, wenn er seine Aufgaben der Anbindung an die italienischen Häfen nur eingeschränkt wahrnehmen kann", fragte sie in den Raum – und kritisierte über das Thema Verkehr auch CSU-Kandidat Stephan Mayer. Ihm attestierte sie mit leichter Ironie, die A94 voranzutreiben – "seit Jahren und Jahren und Jahren. Und wir sehen, sie ist immer noch nicht fertig." Zwar sei letzteres Ende 2019 tatsächlich zu erwarten, doch nur über ein "Schattenprogramm" in Form einer Privatfinanzierung, die den Steuerzahler letztlich deutlich teurer komme als die übliche Gangart.

Dass sie bei der letzten Wahl nur 14,4 Prozent der Stimmen geholt hat, Mayer dagegen eines der bundesweit besten Ergebnisse einfuhr, schreckt Annette Heidrich nicht weiter ab. "Es steht ja nirgends geschrieben, dass das immer so sein muss", sagte die stellvertretende SPD-Unterbezirksvorsitzende, und weiter: "Ich werde um jede Erststimme kämpfen, damit ich auch für künftige Wahlen aufzeigen kann, dass wir nicht der schwärzeste Landkreis in Bayern bleiben müssen."
− ckl

 

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