PNP 14.03.14: Ziel: Entscheidungsvorlagen für Behörden

Veröffentlicht am 15.03.2014 in Arbeitsgemeinschaften

Interessengemeinschaft Hochwasser/Grundwasser Wald gegründet – Information über Erfahrungen aus Tacherting

Wald. Sehr gut besetzt war der Saal des Gasthauses "Zum Bräu" am Mittwochabend bei der Gründungsversammlung der Interessengemeinschaft (IG) Hochwasser/Grundwasser Wald. Zustande kam diese Gründung aufgrund der Eigeninitiative mehrerer Bürger und in Kooperation mit der IG Hochwasser/Grundwasser Tacherting, deren Konzept und Vorgehensweise Konrad Grundner vorstellte, treibende Kraft der dortigen Gruppierung. 55 Bürger haben nach Mitteilung von Hans Bittermann am Mittwoch am Ende der Veranstaltung schriftlich ihre Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft Wald bekundet, 15 davon ihre Bereitschaft zur Mitarbeit.

Seine Unterstützung der Interessengemeinschaft Wald und seine Mitarbeit sagte spontan Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner zu. Die Problematik liege im Interesse der Gesamtgemeinde. Er zeigte sich dankbar für die von der Interessengemeinschaft angestrebte Arbeit, da auf deren Basis Gemeinderat und Verwaltung tätig werden könnten. Reichenwallner sah die Interessengemeinschaft auch als gute Einrichtung, um in entsprechenden Fragen beim Gesetzgeber Druck zu machen. Zu dem Gesamtprojekt stellte Reichenwallner fest: "Die Interessengemeinschaft rennt da bei der Gemeinde offene Türen ein."

KomplexeThematik Im Juni vergangenen Jahres erlitten viele Walder Bürger beim Alzhochwasser Schäden an ihren Gebäuden durch eindringendes Grundwasser. Zu Hochwasserschaden an den Gebäuden kam es damals nicht. Dennoch sagte Gemeinderat Christian Mende in seiner Begrüßung, er wünsche sich "den Start zu einer sinnvollen Beschäftigung mit Hochwasser". Diese komplexe Thematik bedürfe intensiver Beschäftigung.

Die Notwendigkeit dafür machte Hans Bittermann mit einem Blick auf die Historie der Alzhochwasser deutlich. Die Alz weise auf einer Länge von 62,3 Kilometern ein Gefälle von 160 Metern auf.

Stefan Kramheller präsentierte das geplante Projekt "Interessengemeinschaft" mit Zielvorgaben und Struktur. Klimaprognosen lassen seinen Ausführungen zufolge Wiederholungen von Hochwasserereignissen in kürzeren Abständen erwarten. Die Interessengemeinschaft wolle dazu eine Faktenbasis erarbeiten, anstatt auf Spekulationen aufzubauen und dafür die Erfahrungen von Betroffenen nutzen. Angestrebt werde eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Prozessbeteiligten wie Behörden, Vereinen und Verbänden und eine transparente Arbeit für die Allgemeinheit, nicht für Einzelinteressen. Als Prioritäten für Schutzmaßnahmen setzte Kramheller: Leib und Leben – Eigentum – Ökologie.

Struktur derInteressengemeinschaftZur IG selbst führte Kramheller aus, dass sie überparteilich und ohne Vereinsstruktur arbeite. Gegliedert sei die IG in Kernteam, Lenkungsgruppe und Arbeitsgruppen. Die Lenkungsgruppe stellte Kramheller als Bindeglied zwischen dem Gesamtprojekt und dem Gemeinderat vor. Erarbeiten wolle die IG Lösungskonzepte zur Entscheidungsvorlage im Gemeinderat. Dem Kernteam obliege die Projektleitung, es definiere und priorisiere Aufgabenschwerpunkte. Die Arbeitsgruppen, in die sich die Bürger unmittelbar einbringen könnten, leisteten die thematische Arbeit. Ziel sei ein Abschlussbericht mit konkreten Handlungsvorschlägen.

Konrad Grundner berichtete über die Erfahrungen der Tachertinger Initiative mit Grundwasserproblemen, wohingegen man hinsichtlich des Hochwasserschutzes relativ gut situiert sei. "Wir müssen systematisch und nachhaltig etwas machen", habe damals als Erkenntnis der Initiative zugrunde gelegen. Ein Memorandum mit Problempunkten und Lösungsvorschlägen sei bei der Gemeinde auf offene Ohren gestoßen und habe auch eine Unterstützungszusage des Gemeinderats erhalten. Auch die Kooperation mit dem Wasserwirtschaftsamt schilderte Grundner positiv. Betroffen seien in Tacherting von der Problematik 250 Häuser.

Ausgearbeitet worden sei von der Interessensgruppe ein Projektplan mit systematischen Arbeitsvorgaben für die Behörden. Wie in Wald geplant, gehe auch in Tacherting der Hochwasserschutz vor Grundwasserschutz, da ersterer den Schutz von Leib und Leben bedeute.

Unterlieger der Alzmit ins Boot nehmenGrundner führte aus, dass das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes nur für Hochwasserereignisse zuständig sei. Für Grundwasserprobleme sei keine Behörde verantwortlich. Allerdings habe die Oberste Baubehörde 1974 angewiesen, dass nicht nur die Hauseigentümer für den Grundwasserschutz verantwortlich seien, sondern auch Behörden wie Wasserwirtschaftsamt oder Landratsamt. Dazu forderte Grundner, dass bei der bevorstehenden Traunsteiner Hochwasserkonferenz mit Salzburg auch die Unterlieger der Alz wie zum Beispiel der Landkreis Altötting mit ins Boot gehören, da sie letztlich die Wassermengen aufnehmen müssten, die durch Schutzmaßnahmen im Oberlauf weitergeleitet werden.
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