PNP 17.01.14: Ehre, wem Ehre gebührt

Veröffentlicht am 20.01.2014 in Presse

Foto: Lambach

Empfang der Stadt Neuötting zum 80. Geburtstag von Altbürgermeister, Altlandrat und Träger der Bürgermedaille, Seban Dönhuber

Neuötting. Zwölf Pfund hatte der kleine Seban am 14. Januar 1934 gewogen, als er in Neuötting- St. Anna zur Welt gekommen war. Dass er dereinst zu einem runden Geburtstag einen solchen Ehrungs-Marathon durchlaufen würde wie es sich dieser Tage darstellt, das hatte damals keiner geahnt. Doch Klein-Seban entwickelte sich zum politischen Schwergewicht – und so gab es gestern im "Blauen Saal" des Rathauses einen Empfang der Stadt Neuötting für den Altbürgermeister, Altlandrat und Ehrenbürger Seban Dönhuber anlässlich dessen 80. Geburtstag.

Dönhuber selbst hatte beim Empfang in seiner Heimatstadt vor einer ausgesucht kleinen Anzahl von Gästen und Weggefährten auf die damaligen Zeiten und Verhältnisse hingewiesen, in die er geboren worden war. Jene alten Zeiten waren alles andere als einfach und manch junger Mensch von heute kann sich kaum vorstellen, dass es damals eben manchmal wirklich nicht ging, vom Papa ein Zehnerl zum Kauf einer Breze zu bekommen.

Dönhuber, der eigentlich Zahntechniker hatte werden wollen, aber als Schriftsetzer in die Lehre ging, weil für Zahntechniker eben

"Ich wollte nix anderes werden"

gad nichts frei war, entdeckte früh sein Faible für Politik, das ihn 1960 – mit 26 Jahren – als Sozialdemokrat in den Stadtrat führte, wo er schon damals mit dem Christsozialen Willi Wurm zusammen arbeitete: "Freilich waren wir Konkurrenten um das Amt des Bürgermeisters und es gab natürlich Auseinandersetzungen", erzählte er gestern aus dem politischen Nähkästchen, "aber wenn wir zwei, der Willi und ich, einer Meinung waren, ist das immer durchgegangen, so wie wir meinten, dass es laufen müsste".

Mit 30 Jahren war er Zweiter Bürgermeister, mit 32 Jahren – im Jahr 1966 – wurde er Erster Bürgermeister seiner Heimatstadt: "Mit der Wahl zum Bürgermeister habe ich mein größtes Lebensziel erreicht, ich wollt’ nix anderes werden", sagte Dönhuber. Allerdings war ihm die Bürgermeisterei nicht lange vergönnt – "ich musste zum Landrat kandidieren" – ohne, dass er wirklich davon ausgegangen war, dass er – mit seiner politischen Couleur – dies tatsächlich werden würde. So blieben dreieinhalb Jahre Zeit für Neuötting, in denen er unter anderem Bauhof, Feuerwehr, den ersten städtischen Spielplatz am Möhrenbach und die damalige Knaben-Volksschule an der Simbacher Straße mit Beschlüssen auf den Weg brachte: "Mehr konnte in diesen dreieinhalb Jahren nicht gemacht werden", sagte Dönhuber, der allen für ein gutes Miteinander dankte. Bürgermeister Peter Haugen-eder unterstrich, der Jubilar habe seine Aufgaben immer als "Herausforderung und Bereicherung betrachtet und immer nach vorne geblickt".

Haugeneder hatte die Protokolle der ersten Sitzung Dönhubers als Bürgermeister hervorgeholt, in der etwa Hermann Wimmer und Siegfried Richter für die SPD im Gremium waren – beide, wie Willi Wurm, auch Gäste der Feier. Haugeneder erinnerte an Dönhubers Antrittsrede am 3. Mai 1966, in der dieser unter anderem darauf hingewiesen hatte, dass von den 100 DM, die der Bürger entrichtet, auf die Kommune genau 12,81 Mark entfallen würden. Schon damals

Eine Linde und ein Stadtplan als Geschenk

hatte Dönhuber auf die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit der beiden Städte hingewiesen – und dass "vielleicht eine Region Inn-Salzach" entstehen werde.Und Haugeneder wies darauf hin, dass Dönhuber im Jahr 1968 den Auszubildenden Erich Morgenstern einstellte – der seit 40 Jahren der Herr der Neuöttinger Finanzen ist. Als Geschenk der Stadt überreichte Haugeneder Dönhuber eine Tafel für eine Seban-Dönhuber-Linde, die man pflanzen werde – der Jubilar müsse nur noch sagen, wo.

Für den SPD-Ortsverein gratulierte Jürgen Gastel dem Mann, dessen Namen er damals als aus Niederbayern zugereister junger Hupfer für eine Benzin- oder Ölmarke gehalten hatte, weil er auf den Autos immer die Aufkleber gestehen hatte: "Altötting – Der Landkreis führt gut mit Seban." Später habe er gemerkt, "dass der Landkreis sehr gut mit Seban Dönhuber gefahren ist." Als Geschenk überreichte Gastel Dönhuber kein "neumodisches Navi", sondern das erste Exemplar eines Stadtplanes, den die Neuöttinger SPD unter ihrem Wahlkampf-Werbe-Motto "Auf einem guten Weg" herausgegeben hat und auf dem markiert ist, was sich in Neuötting durch SPD-Politik geändert hat.

Unter den Gästen waren auch Altbürgermeister Frank Springer, einige Stadträte, Pfarrer Florian Wöss, Monika Strohmeier für die Arbeiterwohlfahrt, Waltraud Heidmann für das Seban-Dönhuber-Haus sowie – neben Erich Morgenstern – weitere Vertreter der Verwaltung. 

- ina

 

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